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Markus Lüpertz, Hauptwege und Nebenwege. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Snoeck Verlag, Köln 2009, 376 S., Euro 34,90

In einer großen Retrospektive wird erstmals das Gesamtwerk von Markus Lüpertz gewürdigt. In den 1960er Jahren in Pop Art-Nähe, mit reduzierten, großflächigen Formen, wechselt das Formenrepertoire ab 1970 vom Alltag zur Kunstgeschichte: ohne Monet ist keine „Seerose“ zu denken und auch sein „Gugelhupf“ erinnert deutlich an Monet, an den Heuhaufen. Solche humorvollen Analogien finden sich immer wieder und zeigen eine bisher wenig beachtete Seite des Malers. Mit seinen Rückenakten von 2006 scheint Lüpertz dann wieder zu dieser frühen Formensprache, zu den Ähren und dem Interesse an Dithyrambischen zurückzukehren, die zwischenzeitlich eher vollgepackten Kompositionen entlastend. Spannend die Kombination mit den Skulpturen, im Katalog noch dazu mit den Gedichten – mit Ausstellung und dem umfassenden, begleitenden Katalog ist es endlich möglich, nicht nur die Selbstinszenierung des Malers, sondern endlich vor allem sein beeindruckendes Werk in den Blick zu nehmen.

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